GIK Tipp der Woche: Die Relevanz der Fläche von James Lindenschmidt

Der wichtigste Faktor für die Effektivität einer akustischen Optimierung ist die Fläche, die abgedeckt wird. Genauer gesagt, die Gesamtoberfläche aller akustischen Maßnahmen in einem Raum im Verhältnis zur Größe des Raums. Diese Beziehung zwischen Oberfläche und Leistung wird in den Daten der Testberichte für Produkte berücksichtigt. Ein Sabin, die Einheit, mit der wir die Absorption messen, ist definiert als Schallenergie, welche von einer 1ft² oder m² großen Fläche vollständig absorbiert, und nicht zurück in den Raum reflektiert wird.

Es ist wichtig, dies bei allen akustischen Maßnahmen zu berücksichtigen. Ein Beispiel ist die Reduzierung des Nachhalls in einem Bürokonferenzraum. Die Anzahl der erforderlichen Absorber wird durch eine einfache Flächenberechnung bestimmt. Aber lassen Sie uns einen genaueren Blick auf eine spezifische Anwendung werfen, bei der die Fläche die Leistung definiert.

Kosteneffektive Leistung bei begrenztem Budget

Wenn das Budget begrenzt ist, bietet die Maximierung der Fläche im Raum welche mit kostengünstigen Absorbern bedeckt wird, die beste Leistung. Vor allem, wenn es sich um einen ersten Schritt handelt. In einem Audioraum (Aufnahme- oder Abhörraum) mit einem Budget von etwa 1.000€ kann man meiner Meinung nach nichts Besseres tun, als so viele 244 Bass Traps wie möglich kaufen. Die 244 war das erste Produkt von GIK und ist nach wie vor eines unserer vielseitigsten und kostengünstigsten Produkte. Die 244er bestehen aus einem 10cm dicken Absorberkern, welcher tief genug ist, um auch obere Bassfrequenzen zu absorbieren. Als solches ist sie eine gute Wahl für fast jeden Einsatzbereich- Bassfalle in der Ecke, Erstreflexionspunkte für Aufnahmen oder zum Abhören, Rückwand hinter den Zuhörern und vieles mehr. Sicherlich gibt es für jede dieser Aufgaben bessere Optionen, aber sie kosten eben auch mehr. Bei einem begrenzten Budget bedeutet das weniger Absorber im Raum, was der Leistung nicht zuträglich ist.

Hier ist ein gutes Beispiel dafür, was zwölf 244er in voller Größe in einem Musikzimmer bewirken können, das mir von einem Kunden zugesandt wurde, der genau diese Strategie verwendet hat. Die zwölf 244er wurden in den Ecken und an Reflexionspunkten platziert, etwa so:

Die Spektrogramm-Daten zeigten enorme, sehr deutliche Verbesserungen. Das Spektrogramm ist der Blick aus der Vogelperspektive auf ihren Raum. Auf der X-Achse wird wie üblich die Frequenz angezeigt, die Y-Achse ist die Abklingzeit. Der Pegel/die Lautstärke wird farblich dargestellt – die roten Bereiche sind die höchsten Ausschläge des Frequenzgangs, und die dunkleren blauen Bereiche liegen knapp über dem Grundrauschen. Die auf diese Weise dargestellten Abklingzeiten geben uns eine viel bessere Vorstellung davon, wie der Raum tatsächlich klingt, als ein einfacher Frequenzgang, vor allem, weil Klang ein Phänomen ist, das sich über die Zeit aufbaut. Anomalien der Abklingzeit in einem Raum sind viel deutlicher hörbar als Anomalien der Frequenzantwort.

Beginnen wir mit der Messung vor den akustischen Maßnahmen: 

Spektrogramm des leeren Raums

Hier sehen wir die sehr uneinheitlichen Abklingzeiten im gesamten Frequenzbereich, einschließlich mehrerer schmaler Moden im Bassbereich von 90-250 Hz und einer weiteren großen Mode bei etwa 48 Hz.

Wie Sie sehen können, haben die 12 244er eine enorme Verbesserung bewirkt:

Spektrogramm des Raums mit zwölf 244 Bassfallen

Die Abklingzeiten sind viel besser! Die Abklingzeiten sind sowohl gleichmäßiger, als auchkonstanter über das gesamte Frequenzspektrum. Die Moden ab 90 Hz haben sich dramatisch verbessert, und sogar die Abklingzeit bei 48 Hz hat sich ein wenig verbessert. Bei diesen unteren Frequenzen würden wir eine weitere Verbesserung erzielen, wenn wir die 244er in den Ecken durch dickere Bassfallen (wie Monster Bassfallen oder gestapelte Soffit Bassfallen) ersetzen würden.

Ich wüsste nicht, wie man ohne ein höheres Budget bessere Ergebnisse erzielen könnte als auf diesem Weg. In einigen Fällen, wenn der Plan darin besteht, im Laufe der Zeit auf einen besseren Raum hin zu arbeiten, kann es sinnvoll sein, mit weniger, aber besseren Modulen zu beginnen. Aber auch in diesen Fällen können Sie ein vielseitiges Modul wie die 244 Bassfalle im Zuge der Aufrüstung immer wieder für eine andere Aufgabe verwenden.

Wenn Sie eine Beratung speziell für Ihren Raum wünschen, nutzen Sie unser Beratungsformular, um sich mit einem unserer Berater in Verbindung zu setzen, der Ihnen gerne alle Fragen beantwortet!

James Lindenschmidt ist seit seiner Kindheit besessen von Audio und gutem Klang. Er begann vor mehr als 20 Jahren mit der Planung von Studios und ist seit mehr als 15 Jahren Akustikprofi. Seit 2016 arbeitet er für GIK Acoustics.

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